Der Mond im Stier

Der Mond im Geburtshoroskop steht für unsere innere Gefühlswelt, unbewusste Reaktionen und seelische Bedürfnisse. Er zeigt, wie wir fühlen, Nähe erleben und emotionale Sicherheit suchen. Während die Sonne das bewusste Ich und den Lebenswillen beschreibt, verweist der Mond auf jene inneren Schichten, die besonders in vertrauten oder herausfordernden Situationen automatisch wirksam werden.

Eine Beschreibung der Sonne im Stier können Sie hier lesen: https://ashora.de/der-stier-in-der-astronomie-und-astrologie/

In der tiefenpsychologischen Astrologie symbolisiert der Mond das Seelenfundament: frühe Bindungserfahrungen, das emotionale Gedächtnis und die Art, wie wir Geborgenheit suchen oder geben. Nach C. G. Jung steht der Mond in enger Verbindung zum Unbewussten, zum Archetyp des Mütterlichen und zur inneren Erlebniswelt. Thomas Ring betont, dass der Mond zeigt, wie ein Mensch innerlich „zu Hause ist“ – und ob dieses innere Zuhause als sicher, wechselhaft oder suchend erlebt wird.
Wie werden Gefühle erlebt, verarbeitet und ausgedrückt, welche seelischen Bedürfnisse wirken im Hintergrund? Die Stellung des Mondes im Geburtshoroskop ist ein Schlüssel zum emotionalen Erleben, zur Selbstfürsorge und zur inneren Reifung.

Der Mond im Stier verleiht der Gefühlswelt eine ruhige, beständige und erdende Qualität. Menschen mit diesem Mond erleben ihre Gefühle tief, konstant und meist sehr verlässlich. Sie brauchen Stabilität, Beständigkeit, Vertrauen und Geborgenheit, um sich innerlich wohlzufühlen.
Menschen mit dem Mond im Stier reagieren meist gelassen und bedacht auf das Leben. Sie lassen sich nicht leicht aus der Ruhe bringen und suchen in schwierigen Situationen Halt in dem, was ihnen vertraut ist. Nähe, Körperlichkeit, Natur, Genuss und einfache Rituale spielen für ihr seelisches Gleichgewicht eine wichtige Rolle.

In Beziehungen zeigen sie sich treu, liebevoll und beständig, können jedoch empfindlich auf Unsicherheit oder Veränderungen reagieren. Eine Herausforderung besteht darin, sich nicht aus Angst vor Verlust oder Instabilität an Menschen, Situationen oder Gefühlen festzuklammern.

Tiefenpsychologisch trägt der Mond im Stier nach C. G. Jung den Archetyp des Nährenden, Bewahrenden und Erdenden. Auf seelischer Ebene geht es um das Bedürfnis nach Sicherheit, Wert und innerer Verwurzelung. Dieser Mond zeigt oft frühe Prägungen, in denen Beständigkeit, materielle oder emotionale Sicherheit eine zentrale Rolle spielten – oder schmerzlich vermisst wurden.

Die Schattenthemen könnten innere Trägheit, Besitzdenken, Angst vor Veränderung oder das Festhalten an alten Gefühlsmustern sein. Die Entwicklungsaufgabe liegt darin, Sicherheit nicht nur im Außen, sondern auch im eigenen Inneren zu finden, und Vertrauen in den Fluss des Lebens zu entwickeln.

Thomas Ring beschreibt den Stier-Mond als seelisch stabil, beharrlich und stark auf das Erleben von Wert und Substanz ausgerichtet. Er betont, dass dieser Mond große innere Kraft besitzt, jedoch lernen muss, sich nicht ausschließlich über Besitz, Gewohnheit oder äußere Sicherheit zu definieren. Der Reifungsweg führt von äußerer Absicherung hin zu innerer Gelassenheit.

Die Schlüsselthemen sind: emotionale Sicherheit, Beständigkeit, Genuss, Selbstwert, Erdung, Vertrauen, innere Ruhe.

Der reife Mond im Stier verkörpert den inneren Ruhepol: jemanden, der sich selbst Halt geben kann, ohne sich zu verschließen. Seine Stärke liegt in emotionaler Beständigkeit, Selbstwert und der Fähigkeit, anderen Geborgenheit zu schenken.

Motto: „Ich wachse, indem ich mir selbst Halt gebe und dem Leben vertraue.“

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